Schmuckreinigung und Pflege

Silberfein Schmuckratgeber

Schmuck richtig pflegen, schützen und aufbewahren

Schmuck begleitet uns häufig über viele Jahre und erinnert an besondere Menschen, Orte und Momente. Im Alltag ist er jedoch Hautkontakt, Schweiß, Kosmetik, Feuchtigkeit, Reibung und unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt.

Die richtige Pflege hängt immer vom gesamten Schmuckstück ab. Nicht nur das Metall ist entscheidend, sondern auch Beschichtungen, Oberflächen, Fassungen, Klebestellen und eingesetzte Materialien wie Strandsand®, Lavasand, Bernstein, Koralle, Perlmutt oder Perlen.

Deshalb gilt: Schmuck möglichst vor Verschmutzung und unnötiger Belastung schützen. Für die regelmäßige Pflege genügt in vielen Fällen bereits ein weiches, trockenes Tuch. Eine intensivere Reinigung sollte nur erfolgen, wenn das Schmuckstück und sämtliche verarbeiteten Materialien dafür geeignet sind.

Schmuck schützen

Legen Sie Schmuck vor dem Duschen, Schwimmen, Schlafen, Sport sowie vor Haus- und Gartenarbeiten ab.

Vorsichtig pflegen

Wischen Sie Schmuck nach dem Tragen mit einem weichen, trockenen und fusselfreien Tuch ab.

Richtig aufbewahren

Lagern Sie Schmuck trocken, geschützt und möglichst getrennt von anderen Schmuckstücken.

Besonders wichtig bei Schmuck mit Strandsand® und anderen Einlagen:

Schmuck mit Strandsand®, Lavasand, Bernsteinsand, Steinsand oder vergleichbaren Einlagen sollte nicht gewaschen, eingeweicht oder mit Bürsten, Spülmittel, Silberbädern oder anderen Reinigungsmitteln behandelt werden. Für die alltägliche Pflege genügt das vorsichtige Abwischen mit einem weichen, trockenen Tuch.

Allgemeine Pflege Reinigung Pflege nach Material Silber oder Edelstahl Aufbewahrung Pflegefehler Kontrolle Aufarbeitungsservice Häufige Fragen

Allgemeine Schmuckpflege im Alltag

Viele sichtbare Veränderungen entstehen durch den normalen Gebrauch. Schmuckstücke bewegen sich auf der Haut, stoßen an Gegenstände, kommen mit Kosmetik in Kontakt und reiben an Kleidung oder anderen Schmuckstücken.

Durch einige einfache Gewohnheiten lassen sich Ablagerungen, Kratzer, Verformungen und vorzeitiger Verschleiß deutlich reduzieren.

Schmuck zuletzt anlegen

Tragen Sie Parfüm, Haarspray, Cremes und Make-up auf, bevor Sie Ihren Schmuck anlegen. Lassen Sie die Produkte möglichst vollständig einziehen oder trocknen.

Schmuck zuerst ablegen

Legen Sie Ihren Schmuck am Ende des Tages vor dem Abschminken, Duschen oder Wechseln der Kleidung ab.

Belastungen vermeiden

Ringe und Armbänder sollten bei Arbeiten abgelegt werden, bei denen Druck, Stöße, Reibung oder Kontakt mit harten Oberflächen zu erwarten sind.

Wann Schmuck besser abgelegt werden sollte

  • beim Duschen, Baden und Haarewaschen
  • beim Schwimmen im Meer, Pool oder See
  • in Sauna, Dampfbad und Solarium
  • beim Sport und bei körperlicher Arbeit
  • beim Schlafen
  • bei Haus- und Gartenarbeiten
  • beim Umgang mit Reinigungsmitteln oder Chemikalien
  • beim Eincremen, Schminken, Frisieren oder Färben der Haare

Schmuck ist kein Gebrauchsgegenstand für jede Alltagssituation.

Auch widerstandsfähige Metalle können Kratzer entwickeln. Beschichtungen, Naturmaterialien, Klebestellen und feine Bauteile reagieren häufig deutlich empfindlicher als das eigentliche Metall.

Schmuck zu Hause reinigen

Die sicherste regelmäßige Pflege besteht darin, Schmuck nach dem Tragen vorsichtig mit einem weichen, trockenen und fusselfreien Tuch abzuwischen. Dadurch werden Hautfett, Staub und leichte Ablagerungen entfernt, bevor sie sich stärker festsetzen.

Schmuck prüfen

Kontrollieren Sie Verschluss, Ösen, Steine, Perlen, Sandflächen und eingesetzte Elemente auf sichtbare Schäden oder Lockerungen.

Trocken abwischen

Verwenden Sie ein sauberes, weiches und fusselfreies Tuch. Üben Sie nur leichten Druck aus.

Zwischenräume beachten

Versuchen Sie nicht, Ablagerungen mit Nadeln, Messern, harten Bürsten oder anderen spitzen Gegenständen zu entfernen.

Schäden prüfen lassen

Bei festsitzenden Verschmutzungen, lockeren Elementen oder beschädigten Oberflächen sollte das Schmuckstück fachgerecht gereinigt oder aufgearbeitet werden.

Nicht jedes Schmuckstück darf nass gereinigt werden.

Sobald ein Schmuckstück Einlagen, Naturmaterialien, Beschichtungen, Klebestellen, Perlen oder unbekannte Steine besitzt, sollte auf eine Reinigung mit Wasser, Spülmittel, Bürsten oder Reinigungsbädern verzichtet werden.

Wann eine vorsichtige Reinigung mit Wasser möglich sein kann

Eine kurze Reinigung mit lauwarmem Wasser und wenig mildem Spülmittel kommt nur für geeignete, unbeschädigte Schmuckstücke aus reinem Metall ohne empfindliche Einlagen, Klebestellen oder Beschichtungen infrage.

Bei Unsicherheit sollte grundsätzlich nur trocken gereinigt und eine fachkundige Einschätzung eingeholt werden.

Kein allgemeiner Pflegetipp für alle Schmuckstücke:

Wasser, Spülmittel und Bürsten sind keine universellen Mittel zur Schmuckpflege. Die Eignung hängt vollständig von Material, Aufbau, Oberfläche und Zustand des jeweiligen Schmuckstücks ab.

Schmuckpflege nach Material

Maßgeblich ist immer das empfindlichste Material des gesamten Schmuckstücks. Ein robuster Metallkörper macht eine empfindliche Einlage, Beschichtung oder Klebestelle nicht automatisch widerstandsfähig.

925er Sterlingsilber

925er Sterlingsilber besteht zu 92,5 Prozent aus reinem Silber. Es kann mit Stoffen aus Luft, Haut, Kosmetik und Umgebung reagieren und dadurch dunkler werden. Dieser natürliche Vorgang wird als Anlaufen oder Oxidieren bezeichnet.

DUR Schmuck aus Sterlingsilber ist in der Regel rhodiniert. Die dünne Rhodiumschicht sorgt für eine helle Oberfläche und verzögert das Anlaufen.

  • Nach dem Tragen vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Trocken und möglichst luftgeschützt lagern.
  • Keine Zahnpasta, Scheuermittel oder aggressiven Poliermittel verwenden.
  • Rhodinierte Flächen nicht intensiv mit einem Silberputztuch bearbeiten.
  • Stark angelaufene oder abgenutzte Oberflächen professionell aufarbeiten lassen.

Rhodinierung nicht wegpolieren:

Jede abrasive Politur trägt Oberfläche ab. Starkes Reiben kann die Rhodiumschicht beschädigen und zu einem ungleichmäßigen Erscheinungsbild führen.

Edelstahl

Edelstahl ist härter und formstabiler als Sterlingsilber. Er läuft nicht auf die für Silber typische Weise an, kann aber durch Hautfett, Kosmetik, Staub oder Kalk stumpf und fleckig wirken.

  • Mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Kontakt mit Chemikalien, Chlor und Salzwasser vermeiden.
  • Goldfarbene oder anderweitig beschichtete Oberflächen nicht polieren.
  • Keine Scheuermittel oder harten Bürsten verwenden.
  • Auch Edelstahl getrennt von anderen Schmuckstücken lagern.

Goldschmuck aus 585er oder 750er Gold

Gold läuft nicht wie Silber an, kann aber Ablagerungen sowie Kratzer und Druckstellen entwickeln. Gold ist trotz seines hohen Wertes ein vergleichsweise weiches Edelmetall.

  • Mit einem weichen, trockenen Tuch pflegen.
  • Vor Reibung, Stößen und Druck schützen.
  • Keine scheuernden Hausmittel verwenden.
  • Steinfassungen und Verschlüsse regelmäßig kontrollieren.
  • Bei tiefen Kratzern oder lockeren Steinen eine Fachwerkstatt aufsuchen.

Strandsand®, Lavasand, Bernsteinsand und Steinsand

Schmuck mit Strandsand®, Lavasand, Bernsteinsand oder Steinsand verbindet Metall mit einer charakteristischen Einlage. Diese Einlage sollte vor Feuchtigkeit, Chemikalien, starker Reibung, Stößen und mechanischer Bearbeitung geschützt werden.

  • Vor Duschen, Baden und Schwimmen immer ablegen.
  • Nur vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Nicht unter fließendem Wasser reinigen.
  • Nicht einweichen oder in Reinigungsbäder legen.
  • Keine Zahnbürsten oder sonstigen Bürsten verwenden.
  • Keine Spülmittel, Seifen, Silberputzmittel oder Hausmittel verwenden.
  • Sandflächen nicht polieren, reiben, kratzen oder nachbearbeiten.
  • Hartnäckige Verschmutzungen professionell entfernen lassen.

Bitte nicht selbst intensiv reinigen:

Eine professionelle Reinigung kann gezielt und unter Kontrolle der eingesetzten Materialien erfolgen. Daraus lässt sich jedoch keine allgemeine Reinigungsmethode für den privaten Gebrauch ableiten.

Bernstein

Bernstein ist ein organisches Naturmaterial und deutlich weicher als viele Schmucksteine. Hitze, Alkohol, Parfüm, Chemikalien und starke Reibung können seine Oberfläche verändern.

  • Mit einem sehr weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Nicht in Wasser einweichen.
  • Nicht mit Alkohol, Lösungsmitteln oder Silberbädern behandeln.
  • Nicht im Ultraschallgerät oder mit Dampf reinigen.
  • Vor Hitze und dauerhafter direkter Sonne schützen.
  • Getrennt von härteren Schmuckstücken lagern.

Koralle

Koralle ist ein empfindliches Naturmaterial. Kosmetik, Säuren, Reinigungsmittel, Wärme und Reibung können die Oberfläche beeinträchtigen.

  • Nur mit einem weichen, trockenen Tuch pflegen.
  • Keine Silberbäder, Polierpasten oder Haushaltsreiniger verwenden.
  • Nicht im Ultraschallgerät oder mit Dampf reinigen.
  • Kontakt mit Parfüm, Haarspray und Cremes vermeiden.
  • Vor Stößen und Reibung schützen.

Perlmutt und Muschelmaterialien

Perlmutt und Muschelmaterialien besitzen eine natürliche, schimmernde Oberfläche. Säuren, starke Hitze, Reinigungsmittel und scheuernde Produkte können sie matt oder rau werden lassen.

  • Vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Nicht in Wasser oder Reinigungsbäder legen.
  • Keine Silberputzmittel, Scheuermittel oder Zahnpasta verwenden.
  • Nicht mit Ultraschall oder Dampf reinigen.
  • Geschützt vor Kratzern lagern.

Perlen

Perlen bestehen aus empfindlichen organischen Schichten. Parfüm, Haarspray, Cremes, Schweiß, Säuren und Reinigungsmittel können ihren Lüster beeinträchtigen.

  • Perlenschmuck erst nach Kosmetik und Parfüm anlegen.
  • Nach dem Tragen mit einem sehr weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Nicht in Wasser oder Reinigungsbäder einlegen.
  • Keine Bürsten oder Poliermittel verwenden.
  • Nicht mit Ultraschall oder Dampf reinigen.
  • Perlenketten möglichst liegend aufbewahren.

Edelsteine und Schmucksteine

Schmucksteine unterscheiden sich erheblich in Härte, Porosität, Behandlung und Temperaturempfindlichkeit. Eine Reinigungsmethode, die bei einem Stein funktioniert, kann einen anderen beschädigen.

  • Im Zweifel nur trocken mit einem weichen Tuch pflegen.
  • Keine pauschale Verwendung von Wasser, Ultraschall, Dampf oder Tauchbädern.
  • Gefärbte, poröse, geklebte oder rissige Steine besonders vorsichtig behandeln.
  • Fassungen regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren.
  • Bei unbekannten Steinen fachkundigen Rat einholen.

Leder, Textil und Schmuckbänder

Leder und textile Materialien sind Verschleißteile. Feuchtigkeit, Schweiß, Kosmetik und Sonne können Farbe, Form und Geschmeidigkeit verändern.

  • Nicht in Wasser einweichen.
  • Vor Duschen, Schwimmen und Sport ablegen.
  • Nur vorsichtig mit einem trockenen Tuch abwischen.
  • Keine ungeprüften Pflege- oder Reinigungsmittel verwenden.
  • Feucht gewordenes Leder langsam bei Raumtemperatur trocknen lassen.
  • Nicht auf der Heizung oder mit einem Föhn trocknen.

Uhren und Uhrenarmbänder

Bei einer Uhr müssen Gehäuse, Glas, Krone, Dichtungen und Armband getrennt betrachtet werden. Die angegebene Wasserdichtigkeit ist keine dauerhaft unveränderliche Eigenschaft.

  • Gehäuse und Glas mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Lederarmbänder vor Wasser, Schweiß und Kosmetik schützen.
  • Krone und Drücker nicht unter Wasser bedienen.
  • Bei sichtbarem Beschlag unter dem Glas eine Fachwerkstatt aufsuchen.
  • Die Wasserdichtigkeit regelmäßig fachgerecht prüfen lassen.

925er Sterlingsilber oder Edelstahl – Unterschiede bei der Pflege

Eigenschaft 925er Sterlingsilber Edelstahl
Materialcharakter Klassisches Edelmetall, das sich fein bearbeiten und professionell aufarbeiten lässt. Widerstandsfähiges Metall mit hoher Formstabilität.
Härte Vergleichsweise weich. Kratzer und Verformungen können schneller entstehen. Härter und formstabiler, aber nicht kratzfest.
Anlaufen Kann mit Stoffen aus der Umgebung reagieren und dunkel anlaufen. Läuft nicht auf die für Silber typische Weise an.
Oberfläche DUR Sterlingsilber ist in der Regel rhodiniert. Diese Beschichtung kann sich durch Reibung abnutzen. Silberfarbener Edelstahl benötigt keine Rhodinierung. Goldfarbene Varianten besitzen jedoch eine Oberflächenbeschichtung.
Regelmäßige Pflege Mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen und geschützt aufbewahren. Mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen und vor Kratzern sowie Chemikalien schützen.
Aufarbeitung Polieren, Mattieren oder erneutes Rhodinieren können je nach Schmuckstück möglich sein. Die Möglichkeiten hängen von Oberfläche, Beschichtung und Konstruktion ab.

Bei kombinierten Schmuckstücken entscheidet die Einlage:

Ein Ring aus Edelstahl oder Sterlingsilber darf nicht allein aufgrund seines Metalls nass gereinigt werden, wenn er beispielsweise Strandsand®, Bernstein, Perlmutt oder andere empfindliche Elemente enthält.

Schmuck richtig aufbewahren

Die richtige Aufbewahrung schützt Schmuck vor Feuchtigkeit, Oxidation, Kratzern, Verformungen und dem Verlust kleiner Teile.

Trocken lagern

Das Badezimmer ist wegen der hohen Luftfeuchtigkeit kein geeigneter dauerhafter Aufbewahrungsort.

Getrennt aufbewahren

Schmuckstücke sollten nicht lose aufeinanderliegen. Härtere Materialien können weichere Oberflächen und Einlagen verkratzen.

Ketten schließen

Schließen Sie Verschlüsse vor dem Verstauen und legen Sie feine Ketten möglichst gestreckt in getrennte Fächer.

  • Schmuck nur vollständig trocken verstauen.
  • Einzelne Fächer oder weiche Schmuckbeutel verwenden.
  • Silberschmuck möglichst luftgeschützt lagern.
  • Schwere Schmuckstücke nicht auf feine Ketten legen.
  • Ringe und Anhänger so lagern, dass sie nicht aneinanderreiben.
  • Vor direkter Sonne und starken Temperaturschwankungen schützen.

Häufige Fehler bei der Schmuckpflege

Zahlreiche Hausmittel reinigen scheinbar schnell, können aber Beschichtungen, Oberflächen, Klebestellen und Naturmaterialien dauerhaft beschädigen.

Empfehlenswert

  • Schmuck vor belastenden Tätigkeiten ablegen
  • nach dem Tragen trocken abwischen
  • ein weiches und fusselfreies Tuch verwenden
  • Schmuck getrennt und trocken lagern
  • Verschlüsse und Fassungen regelmäßig kontrollieren
  • bei Unsicherheit professionellen Rat einholen

Besser vermeiden

  • Zahnpasta und Scheuermittel
  • Spülmittel bei Schmuck mit Einlagen
  • Zahnbürsten und harte Bürsten
  • Schlämmkreide und Polierpulver
  • Radiergummis auf Schmuckoberflächen
  • Essig, Zitronensäure, Natron und Backpulver
  • Silber- und Goldtauchbäder ohne Materialkenntnis
  • Ultraschallgeräte im privaten Gebrauch
  • Dampfreiniger
  • langes Einweichen

Zahnpasta und Scheuermittel

Zahnpasta und Scheuermittel enthalten abrasive Bestandteile. Sie können feine Kratzer verursachen und Rhodinierungen, Vergoldungen, Mattierungen oder polierte Oberflächen abtragen.

Silbertauchbäder und Silberputztücher

Produkte für massives, unbeschichtetes Silber sind nicht automatisch für Schmuck geeignet. Rhodinierte, vergoldete, geschwärzte oder mit Einlagen versehene Schmuckstücke können dadurch verändert werden.

Ultraschallgeräte

Ultraschall kann lockere Fassungen, Klebestellen, poröse Materialien und bereits vorgeschädigte Bereiche belasten. Schmuck mit Sand, Bernstein, Koralle, Perlmutt, Perlen oder geklebten Elementen gehört nicht in ein Ultraschallgerät.

Schmuck regelmäßig kontrollieren

Eine regelmäßige Sichtkontrolle kann helfen, den Verlust von Steinen, Anhängern oder ganzen Schmuckstücken zu vermeiden.

Verschlüsse und Ösen

Prüfen Sie, ob Karabiner, Federringe, Ohrmuttern und Klappmechanismen sicher schließen.

Steine und Fassungen

Achten Sie auf Bewegungen, Klappergeräusche, verbogene Krappen oder sichtbare Lücken.

Sandflächen und Einlagen

Die Einlagen sollten fest sitzen und keine sichtbaren Ablösungen oder Beschädigungen zeigen.

  • Ein Stein oder eine Einlage bewegt sich.
  • Eine Öse ist geöffnet oder verbogen.
  • Ein Verschluss rastet nicht mehr sicher ein.
  • Eine Kette besitzt geknickte oder stark abgeriebene Glieder.
  • Ein Ring ist sichtbar verformt.
  • Eine Fassung oder Krappe ist beschädigt.
  • Eine Sandfläche weist eine Ablösung auf.
  • Eine Rhodinierung oder Vergoldung ist stark abgetragen.

Beschädigten Schmuck nicht weitertragen:

Kleine Schäden können sich durch weitere Belastung schnell vergrößern. Lockere Einlagen sollten weder gedrückt noch selbst geklebt werden.

Schmuck professionell aufarbeiten lassen

Schmuck verändert sich durch regelmäßiges Tragen. Polierte Bereiche können matter, mattierte Flächen glänzender und Beschichtungen dünner werden. Auch festsitzende Verschmutzungen lassen sich nicht immer sicher zu Hause entfernen.

Über Silberfein können Sie eine professionelle Schmuckaufarbeitung beauftragen. Legen Sie dafür den Artikel „Schmuckaufarbeitung“ in den Warenkorb und schließen Sie die Bestellung wie gewohnt ab.

Anschließend senden Sie das betreffende Schmuckstück unter Angabe Ihrer Bestellnummer ein. Nach dem Eingang wird geprüft, welche Reinigung und Aufarbeitung unter Berücksichtigung von Metall, Oberfläche, Beschichtung und eingesetzten Materialien möglich ist.

Gerade bei Schmuck mit Strandsand® oder anderen Naturmaterialien ist eine fachgerechte Behandlung sinnvoll.

Die Werkstatt kann Verschmutzungen gezielt behandeln, ohne Endverbrauchern eine pauschale Reinigungsmethode zu empfehlen, die bei falscher Anwendung Schäden verursachen könnte.

Nicht jedes Schmuckstück kann vollständig in seinen ursprünglichen Neuzustand zurückversetzt werden. Tiefe Beschädigungen, Verformungen, Materialverlust oder beschädigte Einlagen können die Möglichkeiten begrenzen.

Schmuckaufarbeitung auswählen

Häufige Fragen zur Schmuckpflege

Wie oft sollte ich meinen Schmuck reinigen?

Wischen Sie häufig getragenen Schmuck regelmäßig mit einem weichen, trockenen Tuch ab. Eine intensivere Reinigung sollte nur bei Bedarf und passend zum konkreten Schmuckstück erfolgen.


Wie reinige ich Schmuck mit Strandsand®?

Für die Pflege zu Hause sollte Strandsandschmuck lediglich vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abgewischt werden. Bitte nicht waschen, einweichen, bürsten oder mit Spülmittel, Silberbad oder anderen Reinigungsmitteln behandeln. Bei stärkeren Verschmutzungen empfehlen wir eine professionelle Schmuckaufarbeitung.


Darf Strandsandschmuck nass werden?

Gelegentlicher unbeabsichtigter Kontakt mit einzelnen Wassertropfen lässt sich im Alltag nicht immer vollständig verhindern. Der Schmuck sollte jedoch nicht unter Wasser gereinigt, eingeweicht, beim Duschen oder Schwimmen getragen werden. Trocknen Sie ihn nach versehentlichem Kontakt vorsichtig ab.


Darf ich Strandsandschmuck mit einer Zahnbürste reinigen?

Nein. Bürsten können die strukturierte Fläche mechanisch belasten und Reinigungsmittel in schwer zugängliche Bereiche einarbeiten. Hartnäckige Verschmutzungen sollten fachgerecht entfernt werden.


Darf ich Strandsandschmuck mit Spülmittel reinigen?

Nein. Für Endverbraucher empfehlen wir bei Schmuck mit Strandsand® und vergleichbaren Einlagen ausschließlich eine trockene, vorsichtige Pflege.


Warum läuft Silberschmuck an?

Silber kann mit Stoffen aus Luft, Haut, Kosmetik und Umgebung reagieren. Dabei entstehen dunkle Verfärbungen. Dieser natürliche Vorgang ist kein grundsätzlicher Qualitätsmangel.


Was bedeutet rhodiniert?

Beim Rhodinieren erhält die Oberfläche eine dünne Schicht aus Rhodium. Sie sorgt für eine helle Optik und verzögert das Anlaufen des darunterliegenden Silbers.


Kann sich eine Rhodinierung abnutzen?

Ja. Rhodium ist eine Oberflächenbeschichtung, die sich durch Reibung und regelmäßiges Tragen mit der Zeit abnutzen kann.


Darf rhodiniertes Silber mit einem Silberputztuch gereinigt werden?

Viele Silberputztücher wirken polierend. Intensives Reiben kann die Rhodiumschicht abtragen. Für die regelmäßige Pflege ist ein weiches, nicht abrasives Tuch besser geeignet.


Kann ich Schmuck mit Zahnpasta reinigen?

Nein. Zahnpasta enthält häufig schleifende Bestandteile, die Kratzer verursachen und Beschichtungen oder strukturierte Oberflächen beschädigen können.


Darf ich Schmuck mit Backpulver, Natron oder Essig reinigen?

Davon raten wir ab. Solche Hausmittel können Metalle, Beschichtungen, Klebestellen und Naturmaterialien beeinträchtigen.


Darf Schmuck in den Ultraschallreiniger?

Nicht ohne fachkundige Materialprüfung. Schmuck mit Strandsand®, Bernstein, Perlen, Koralle, Perlmutt, geklebten Elementen oder lockeren Fassungen gehört nicht in ein Ultraschallgerät.


Darf ich mit Schmuck duschen?

Wir empfehlen, Schmuck vor dem Duschen abzulegen. Wasser, Wärme, Shampoo, Seife und Kalk können Ablagerungen verursachen und empfindliche Bestandteile beeinträchtigen.


Darf ich mit Schmuck schwimmen?

Nein. Chlor- und Salzwasser können Oberflächen, Beschichtungen, Einlagen und Klebestellen beeinträchtigen. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Verlustrisiko.


Darf ich Schmuck beim Sport oder Schlafen tragen?

Besser nicht. Schweiß, Druck, Reibung und Stöße können Schmuck verschmutzen, verformen oder beschädigen.


Läuft Edelstahl an?

Edelstahl läuft nicht auf die für Silber typische Weise an. Hautfett, Kosmetik, Staub und Kalk können die Oberfläche dennoch stumpf erscheinen lassen.


Ist Edelstahl kratzfest?

Nein. Edelstahl ist härter als Sterlingsilber, kann aber ebenfalls Kratzer und Gebrauchsspuren entwickeln.


Wie reinige ich Bernstein, Koralle, Perlmutt oder Perlen?

Diese empfindlichen Naturmaterialien sollten zu Hause nur vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch gepflegt werden. Verwenden Sie keine Reinigungsbäder, Poliermittel, Bürsten, Ultraschallgeräte oder Dampfreiniger.


Wie reinige ich vergoldeten Schmuck?

Wischen Sie vergoldeten Schmuck vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch ab. Poliermittel und starkes Reiben können die dünne Goldschicht abtragen.


Wie bewahre ich Schmuck am besten auf?

Bewahren Sie Schmuck trocken, vor direkter Sonne geschützt und getrennt in einer Schmuckbox oder in geeigneten weichen Beuteln auf.


Warum sollte Schmuck nicht im Badezimmer liegen?

Dort ist Schmuck regelmäßig hoher Luftfeuchtigkeit sowie Kosmetik, Wasser und Reinigungsmitteln ausgesetzt.


Wie erkenne ich einen Reparaturbedarf?

Lockere Steine oder Einlagen, offene Ösen, unsichere Verschlüsse, beschädigte Fassungen, Verformungen und sichtbare Ablösungen sollten fachgerecht geprüft werden.


Kann ich eine lockere Einlage selbst festkleben?

Nein. Ungeeignete Klebstoffe können sichtbare Rückstände hinterlassen und eine fachgerechte Reparatur erschweren oder verhindern.


Wann ist eine professionelle Schmuckaufarbeitung sinnvoll?

Bei starken Verschmutzungen, Kratzern, abgenutzten Beschichtungen, beschädigten Oberflächen oder Schmuck mit empfindlichen Einlagen ist eine professionelle Prüfung und Aufarbeitung empfehlenswert.


Kann jedes Schmuckstück wieder wie neu werden?

Nicht immer. Die Möglichkeiten hängen von Material, Konstruktion, Oberfläche, Beschichtung, Materialstärke und Zustand des Schmuckstücks ab.

Sie sind bei der Pflege unsicher?

Bei Schmuck mit unbekannten Materialien, empfindlichen Naturmaterialien, sichtbaren Schäden oder lockeren Elementen sollten Sie auf eigene Reinigungsversuche verzichten.

Wenden Sie sich an einen Goldschmied, Juwelier oder an den Silberfein-Kundenservice. Hilfreich sind gut erkennbare Fotos des gesamten Schmuckstücks und Nahaufnahmen der betroffenen Stelle.

Silberfein-Kundenservice:
Montag bis Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr
Telefon: 0441 9984350
WhatsApp: 01577 3619094
E-Mail: [email protected]

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